Das ATN Staplerbatterie - Glossar



Staplerbatterie Glossar

A



Akkumulator


Akkumulator ist ein wiederaufladbarer Speicher für elektrische Energie auf elektrochemischer Basis Ein einzelnes wiederaufladbares Speicherelement wird Zelle genannt. Die Zellen lassen sich zusammenschalten, entweder in Reihenschaltung (zur Steigerung der elektrischen Spannung) oder aber in Parallelschaltung (zur Steigerung der nutzbaren Kapazität)

B



Bleiakkumulatoren


Bleiakkumulator ist ein Akkumulator bei dem die Elektroden aus Blei und Bleidioxid bestehen. Die Grundlage für das Elektrolyt bildet hier verdünnte Schwefelsäure. Bleiakkumulatoren gelten für eine Lebensdauer von einigen Jahren und sind preisgünstig. Im Vergleich mit anderen Akkumulatortechnologien haben Sie im Verhältnis zum Volumen eine große Masse sowie mit 0,11 MJ / kg eine geringe Energiedichte. Die Energiedichte bezogen auf das Volumen ist durchaus vergleichbar mit anderen Akkumulatorentechnologien.

Batterie


Im technischen Sinn ist eine Batterie eine Kombination mehrerer gleichartiger Zellen, die in der Reihe zusammengeschaltet sind.

Befüllsystem BfS (Aquamatik)


Das Batteriewassernachfüllsystem BFS wird zum automatischen Einstellen des Nennelektrolytstandes eingesetzt. Zum Ableiten der bei der Ladung entstehenden Ladegase sind entsprechende Entgasungsöffnungen vorgesehen. Das Stopfensystem besitzt neben der optischen Füllstandsanzeige auch eine Diagnoseöffnung zur Messung der Temperatur und der Elektrolytdichte. Es können alle Batteriezellen der Typreihen PzS und PzB mit dem BFS-Befüllsystem ausgerüstet werden. Durch die Schlauchverbindung der einzelnen BFS-Stopfen wird die Wassernachfüllung über eine zentrale Verschlusskupplung möglich.

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Dichte


Die Säuredichte ist das Hauptmerkmal für den Ladezustand einer Bleibatterie. Für die Messung der Dichte benötigt man einen Säureheber.
Es gelten folgende Kennzahlen:
Säuredichte 1,28 kg / l = Batterie vollgeladen
Säuredichte 1,20 kg / l = Batterie halbvoll geladen / entladen
Säuredichte 1,10 kg / l = Batterie tiefentladen


Destilliertes Wasser


Entmineralisiertes und gereinigtes Wasser zum Ausgleich des Wasserverlustes in nicht wartungsfreien Bleibatterien.

E



Elektronen


Negativ geladene Elementarteilchen, die für den Ladetransport verantwortlich sind

Elektrolytumwälzung


Aufbau des Systems: Die Batterie wird mit einer Verschlauchung ausgerüstet. Die in dem Ladegerät eingebaute Schwingankerpumpe erzeugt die erforderliche Druckluft. Bereits während der Hauptladephase wird Luft in die Batterie eingeleitet. Die aufsteigende Luftblasen wälzen die Elektrolyten um und verhindern hiermit die Entstehung einer Säureschichtung. Diese Durchmischung wird in den Standardsystemen durch eine definierte Überladung der Batterie erzeugt.
Vorteile der Elektrolytumwälzung :
Verkürzung der Ladezeit um bis 2,5 Std
Reduzierung des Stromverbrauchs
Reduzierung des Wasserverbrauchs bis zu 70 %
Absenkung des Batterietemperaturniveaus um ca. 10 Grad
Fähigkeit zur Zwischenladung

F



Fehler




G



Gelbatterien


Durch die Zugabe von Kieselsäure zur Schwefelsäure gelartig erstarrter Elektrolyt, der in den sogenannten Gel-Batterien verwendet wird.

H






I



Inbetriebnahme gefüllter und geladener Batterie


Die Batterie ist auf mechanisch einwandfreien Zustand zu überprüfen. Die Endableiter sollten kontaktsicher und polrichtig angeschlossen werden. Der Elektrolytstand sollte kontrolliert werden und es ist darauf zu achten, dass die Platten-Oberkanten bedeckt sind.

Innenwiderstand einer Bleibatterie


Feststellbarer Widerstand gegen den Stromfluss in einer Batterie, der sich durch einen Abfall der Batteriespannung proportional zum Entladestrom zeigt. Der Wert hängt von der Bauweise, Ladezustand, Temperatur und Alter der Batterie ab.

J






K



Kapazität




L



Lebensdauer


Je nach Qualität und Belastung können Traktionsbatterien eine Lebensdauer von 5 bis 15 Jahren erreichen.
Einflüsse, die die Lebensdauer mindern sind :
Häufige Tiefentladungen (Entnahme von mehr als 80 % der Nennkapazität)
Dauernd höhere Betriebstemperaturen (größer 40 Grad)
Ladung mit unzulässig hohem Strom nach Erreichen der Gasungsspannung (2,4 V / Zelle)
Stehenlassen der Batterie im entladenen Zustand
Verunreinigungen , die in den Elektrolyt gelangen (ungeeignetes Nachfüllwasser)

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N






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P



Pflege


Moderne Blei-Antriebsbatterien sind wartungsarm und wartungsfreundlich ausgeführt. Dennoch gibt es bestimmte Betriebsregeln und Hinweise , die man berücksichtigen sollte, damit eine optimale Lebensdauer erreicht werden kann. Batterien sollte man niemals im entladenen Zustand stehenlassen, sondern baldmöglichst wieder aufladen. Zum Erreichen einer optimalen Lebensdauer sind Entladungen mit mehr als 80% der Nennkapazität vermeiden. Die Säuredichte sollte dabei den Wert von 1,13 kg / l nicht unterschreiten.

Die günstigste Bettriebstemperatur liegt zwischen 25 und 40 Grad. Die höchste zulässige Elektrolyttemperatur von 55 Grad sollte niemals überschritten werden, um bleibende Schäden an den Batterien zu vermeiden. Bei hoher Beanspruchung und Wintertemperaturen sollte man die Batterien täglich laden, auch wenn weniger als 80% der Nennkapazität entnommen wurde.

Die Trogdeckel oder die Batterieabdeckungen sollen vor dem Laden und bei Zwischenladungen unbedingt abgenommen oder geöffnet werden.

Beim Laden der Batterien ist generell mit einem Temperaturanstieg von 10 bis 12 Grad zu rechnen. Dies kann zu einem Anstieg der Elektrolyttemperatur auf über 55 Grad führen. In solchen Fällen sollte man die Batterie abkühlen lassen und den Ladevorgang unterbrechen.

Die Zellenstopfen dürfen beim Laden aufgesetzt bleiben.

Die Ladegeräte müssen stets polrichtig angeschlossen werden. Die Ladegeräte, die nicht der Batteriegröße ( Kapazität ) und den Einsatzbedingungen für Fahrzeug und Batterie hinsichtlich der Ladezeit angepasst sind, sollten nicht verwenden werden.

Zum Nachfüllen darf nur gereinigtes Wasser gemäß DIN 43530 verwendet werden. Verwenden Sie keinesfalls Säure oder gar Zusatzmittel. Befüllen Sie die Batterie unmittelbar nach der Ladung. Beim Ein-Schichtbetrieb = Einmal pro Woche. Beim Mehr-Schichtbetrieben = alle 3 Tage

Zum Vermeiden von Kriechströmen sollten die Batterien stets sauber und trocken gehalten werden.

Q






R



Regenerierung von Traktionsbatterien


Sehr oft werden viele nur sulfatierte Batterien als verbraucht oder defekt deklariert. Diese Batterien können wir vollständig regenerieren. Wir haben das Fachpersonal und die modernste Technik auf diesem Gebiet. Wir setzen hier auf die speziell für den jeweiligen Batterietyp entwickelte Verfahren. Es handelt sich hier um eine Kombination aus Entladung und Ladung (unterschiedliche Ladekennlinie , Pulsverfahren, etc.). Im Verlauf der Regenerierung werden Leistung, Strom, Spannung und Temperatur ständig überwacht. Während des Regenerationsvorgangs werden die Sulfatkristalle vollständig aufgelöst und in die Elektrolyten zurückgeführt. Die Batterien erreichen vollständig die durch die Sulfatierung verlorene Kapazität zurück. Dazu haben sie ein besseres Ladeverhalten und dadurch auch eine signifikant verbesserte Energiebilanz. Im Vergleich zur Neubeschaffung sparen Sie viel Geld und tun einiges für unsere Umwelt.

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Sulfatierung des Bleis


Der Sulfatierungsprozess ist hauptsächlich für den Leistungsverlust einer Traktionsbatterie verantwortlich. Die Sulfatierung bewirkt, dass sich PbSO4 Kristalle zu immer größeren Verbunden zusammenschließen. So verringert sich die elektrochemische aktive Oberfläche des PbSO4. Durch die kleinere Oberfläche löst sich das PbSO4 immer schlechter. So dauert es sehr lange bis eine hinreichende hohe Konzentration an Pb2 vorliegt . Außerdem ist die elektrische Leitfähigkeit des Sulfats geringer als diejenigen von Blei. Der dadurch erhöhte Innenwiderstand der Zelle führt bei Belastung zu einem stärkeren Spannungsabfall. Die Batterie erreicht schneller die vorgesehene Entladeschlussspannung, was dazu führt, dass die Entladeanzeige am Stapler anspricht.

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Wartung


Täglich : Batterie nach jeder Entladung laden. Vor Ende der Ladung soll der Elektrolytstand kontrolliert werden. Bei Bedarf sollten die Zellen nach der Ladung mit gereinigtem Wasser nachgefüllt werden.

Wöchentlich : Sichtkontrolle. Gegebenfalls eine Ausgleichsladung durchführen.

Monatlich : Nach der Ladung: Messung und Protokollierung der Spannungen sowie der Säuredichte aller Zellen. Bei signifikanten Abweichungen gegenüber vorherigen Messungen, oder wesentlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Zellen sprechen Sie Ihren Batteriepartner an.

Jährlich : Einmal jährlich der Isolationswiderstand des Fahrzeugs und der Batterie durch eine Elektrofachkraft durchführen lassen

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